Leistungsschwerpunkt Allergologie

Diagnose und Behandlung von Allergien

Die Suche nach einem Allergie-Auslöser verlangt kriminalistisches Gespür - und ein genaues Diagnoseverfahren. Denn tausenden möglichen Auslösern steht eine Handvoll Symptome gegenüber. Ganz selten ist der Zusammenhang zwischen einem Fremdstoff und einer Überreaktion wirklich klar. Wir bieten eine Ihnen hierzu eine umfangreiche allergologische Diagnose und Behandlung.


Die Diagnose basiert auf:

  • einer detaillierten und gezielten Anamnese (Krankengeschichte)
  • der klinischen Untersuchung
  • dem Nachweis einer spezifischen Sensibilisierung
  • Provokationstesten
  • der Beurteilung der Exposition mit Allergenen (Allergie auslösende Substanzen)


Anamnese

Sie ist der Schlüssel zur Diagnose und erfordert Erfahrung und ein fundiertes allergologisches Know-how. Das Abschätzen der Allergenexposition (ohne Exposition, keine klinische Symptomatik) stellt besondere Anforderungen. Dazu ist ein grosses und in der Vielfalt stetig zunehmendes Wissen über die verschiedenen Allergene (z.B. Potenz, Quellen, Kreuzreaktionen und besonders berufsbedingte Allergien) notwendig.

Folgende klinischen Krankheitsbilder können allergischen Ursprunges sein:

  • Saisonale und ganzjährige Rhinitis (Schnupfen)
  • Konjunktivits (Bindehautentzündung des Auges)
  • allergisches Asthma bronchiale
  • atopische Dermatitis oder Neurodermitis
  • Urtikaria (Nesselfieber) und Angioödem (Schwellung Lippen oder Schleimhäute)
  • Kontaktekzeme
  • Anaphylaxie (schwerste Form der Allergie mit Luftnot und Systembeteiligung).


Die klinische Untersuchung

  • Inspektion der oberen Luftwege (Nasen-Rachen-Larynxraum)
  • der Konjunktiven (Bindehaut)
  • physikalische Untersuchung der Lungen
  • klinische Untersuchung der Haut
  • Funktionsteste (z.B. Lungenfunktion mittels Spirometrie)


Nachweis der spezifischen Sensibilisierung

  • Hautteste
  • Blutuntersuchungen


Provokationsteste

Provokationsteste werden durchgeführt, wenn obige diagnostischen Methoden widersprüchliche Resultate zeigen. Das vermeintliche Allergen wird nasal, konjunktival (in die Augenbindehaut), bronchial, oral oder via Injektion appliziert. Anschliessend wird die entsprechende Organreaktion gemessen.

Beurteilung der Exposition

Zur Allergiediagnositik gehört auch die Abschätzung von Allergen- und Schadstoffexpositionen. Aktuell gibt es nur wenige kommerzielle Systeme und Teste, um Allergene oder Schadstoffe in der Umwelt auf Routinebasis zu messen. Am besten etabliert sind Pollenmessungen. Diese werden während der Saison in verschiedenen Medien regelmässig publiziert.

Allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Stephan Uhlmann   •   Dr. med. Wolf-Andreas Werth   •   Dr. med. Marie Luise Zimmermann